Landschaft ohne WurmmittelWurmmittel helfen Ihnen schnell gegen den unangenehmen Wurmbefall bei Mensch und Tier

Ein Wurmbefall ist für die meisten Menschen extrem unangenehm. Sollte Sie das getroffen haben, so können Sie in zweierlei Hinsicht beruhigt sein: erstens sind etwa 50% aller Menschen in westlichen Ländern in ihrem Leben von einem Wurmbefall betroffen und zweitens ist die Behandlung gängige Praxis und in kurzer Zeit erfolgreich durchstanden. Sie können vom Panik- wieder in den funktionierenden Normalzustand überwechseln.

Ist das erfolgt, beschäftigen wir uns mit ein paar Fakten, um das Problem in den Griff zu bekommen. Es gibt grundlegende Unterschiede bei den Würmern zwischen Tier und Mensch und bei Menschen infizieren sich meist Kinder. Wie sich das genau verhält, erfahren Sie dann im Verlauf. Die Behandlung ist durchaus etwas unangenehm, da der Stuhlgang und Afterbereich eine Rolle spielt, aber nicht schmerzhaft. Dafür ist die Behandlungsdauer aber auch kurz.

Wir erklären die Wurmarten, ob sie bei Mensch oder Tier auftreten und letztlich welche kostenlosen Behandlungsmöglichkeiten und Wurmmittel Sie gegen den Wurmbefall einsetzen können. Schon jetzt sei gesagt, dass Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen sollten, um sicher zu gehen, dass eine einfache Behandlung ausreicht. Denn der parasitäre Befall kann in seltenen Fällen lebensgefährliche Auswirkungen haben und dauerhafte Schäden an Organen verursachen. Zuerst kümmern wir uns um die Wurmarten selbst.

Unterschiedliche Wurmarten befallen Mensch und Tier

Tierliebhaber können aufatmen, denn für Mensch und Tier gibt es unterschiedliche Wurmarten. Erstmal ist es sinnvoll zu wissen, welche Würmer bei Menschen und vor allem Kinder zu finden sind und welche den Hund oder die Katze befallen. Die jeweiligen Symptome zu den Wurmarten erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Wurmarten beim Mensch

Menschen und besonders Kinder werden vor allem von Fadenwürmen befallen, lateinisch Nematoden. Unter diesen Begriff fallen Madenwürmer, Spulwürmer und die Trichinen.

Madenwürmer

Die Madenwürmer gehören lateinisch zu den Oxyuren oder Enterobius vermicularis. Sie sind etwa 12 mm lang und siedeln sich im Darm an. Besonders der Dünndarm und der Dickdarm sind von Madenwürmern betroffen.

Spulwürmer

Die Spulwürmer tragen den lateinischen Namen Ascaris lumbricoides. Der Spülwurm liefert seine Eier durch die Ansteckung im Dünndarm ab. Näheres finden erfahren Sie später im Bereich der Ansteckung. Im Dünndarm reifen die Eier zu bis zu 40 cm langen Würmern heran. Die Eier selbst können ebenso über die Blutlaufbahn in Leber und Lunge bis hin zum Kehlkopf wandern, bis sie durch die Speiseröhre zurück in den Dünndarm gelangen.

Trichinen

Eine weitere Wurmart, die dem Mensch gefährlich werden kann, sind die Trichinen oder lateinisch Trichinella spiralis. Die männlichen Tiere werden bis 1,5 mm groß, die weiblichen sind mit 4 mm deutlich größer. Die Larven setzen sich bevorzugt im Muskelgewebe ab und bilden dort eine Art Zelle oder Blase und bauen eine Verbindung zum Blutsystem auf.

Wurmarten beim Tier

Unter den Oberbegriff der Bandwürmer fällt der Rinderbandwurm, lateinischer Name Taenia saginata, der bis zu 10 Meter lang wird bei einem Durchmesser von 7 mm. Zu dieser Gruppe gehört ebenso der Schweinebandwurm, lateinisch Taenia solium, der 3 bis 7 m lang und bis zu 7 mm im Durchmesser wachsen kann. Beide Bandwurmarten setzen sich im Darm fest und wachsen dort heran. Diese Bandwürme werden vereinzelt mit dem Stuhl ausgeschieden.

Zu den Echinokokkosen gehören der Hundebandwurm, lateinischer Name Echinococcus granulosus, und der Fuchsbandwurm, lateinisch Echinococcus multilocularis. Beide Wurmarten zählen zu den gefährlichsten Wurmerkrankungen. Die Erkrankung mit dem Hundebandwurm verursacht die zystische Echinokokkose, der Fuchsbandwurm ist der Verursacher der alvoeoläre Echinokokkose. Der Fuchsbandwurm verbreitet sich durch kleine Zysten, die wie ein Krebsgeschwür andere Gewebe und Organe befällt und diese zerstört.

Die Symptome hängen vom jeweiligen Wurmbefall ab:

Madenwürmer

Die Madenwürmer sind im Afterbereich festzustellen. Die weiblichen Exemplare gelangen Nachts aus dem Afterbereich und verbreiten ihre Eier im Analbereich. Diese Eier verursachen Juckreiz. Der Befallene kratzt sich und verbreitet so die Eier weiter.

Spulwürmer

Wer von Spulwürmern befallen ist bekommt leichtes Fieber, Probleme wie Kurzatmigkeit und die Symptome und Beschwerden ähneln mehr einer Grippe. Zusätzlich beim Befall des Darms kommen Bauchschmerzen hinzu. Im Darm können die Spulwürmer sich zu kleinen Knoten zusammenbilden und den Darm verschließen. Ebenso ist der Verschluss des Gallenganges möglich.

Trichinen

Bei der von den Trichinen herbeigeführten Trichinose kommt es zu dünnflüssigem Durchfall, ebenso leichtes Fieber oder Übelkeit und Erbrechen. Setzen sich die Larven in der Muskulatur ab, sind die Symptome Muskelschmerzen. Wassereinlagerung oder Beschwerden, die Rheuma ähnlich sind. Es ist auch eine Herzmuskelentzündung möglich.

Rinder- und Schweinebandwurm

Beim Rinder- und Schweinebandwurm gibt es meist wenige direkte Beschwerden. Bei einem Befall mit den Bandwürmern herrscht eher Appetitlosigkeit und Heißhunger. Zudem geht damit eine Gewichtsreduktion einher. Wandern die Bandwürmer in den Blinddarm, können Sie dort zu einer Blinddarmentzündung oder einer Bauchspeicheldrüsenentzündung führen. Dies ist jedoch relativ selten der Fall.

Die Eier der Echinokokkosen wachsen im Darm zu Larven heran und gelangen von dort über die Blutgefäße in andere Organe. Vor allem die Leber, manchmal ist die Lunge oder andere Organe im Körper betroffen.

Hundebandwurm

Beim Hundebandwurm macht sich die Zyste oft erst in einem ausgewachsenen Zustand bemerkbar, wenn sie andere Organe mit ihrer Größe zu verdrängen versucht. Befällt die Zyste die Gallenwege, kommt es zu einem Verschlussikterus, besser bekannt als Gelbsucht. Sollte die Zyste platzen, so strömen die Larven in den Körper aus und können einen tödlichen allergischen Schock auslösen.

Fuchsbandwurm

Der Fuchsbandwurm befällt überwiegend die Leber und bildet dort ebenfalls kleine Zysten. Diese verbreiten sich wie beim Hundebandwurm ebenso tumorartig in andere Organe weiter und es kann zu einem Ikterus führen. Der Fuchsbandwurm bildet in der Leber mehrere kleine Zysten, die tumorartig in umliegende Gewebe und Organe einwachsen und diese zerstören. Auch beim Fuchsbandwurm ist die Leber vergrößert und es kann zum Ikterus kommen, der sich neben der Gelbfärbung durch hellen Stuhlgang und dunklen Urin feststellen lässt.

Die Ansteckungsmöglichkeiten mit den Würmern

Bevor Sie Panik bekommen, sollten Sie wissen, dass die Würmer relativ schnell und einfach kuriert werden können. Wir kommen darauf im nächsten Kapitel, aber zuerst sollten Sie wissen, wie Sie oder Ihre Kinder oder ihr Haustier sich ansteckt mit Würmern. Die Behandlung ist einfach, geraten Sie erstmal bitte nicht in Panik.

Mit Madenwürmer stecken Sie sich über verunreinigtes Essen an. Kinder holen sich die Eier oder Larven über das Spielzeug oder Wäsche im Kindergarten oder in der Grundschule. Daher sollte man Obst und Gemüse mit Wasser waschen. Die Spulwürmer gelangen dagegen im Gemüse in unseren Körper. Daher gilt auch für Gemüse eine Waschzwang vor dem Verzehr oder der Zubereitung.

Die Trichinen erreichen unseren Körper über Fleisch. Sie befallen Schweine und sind im rohen Fleisch zu Hause. Daher muss in Deutschland eine Fleischbeschau stattfinden, das die Ausbreitung stark eingeschränkt hat und ein Befall mit Trichinen selten ist. Sie sollten im Ausland, vor allem Osteuropa und Kanada, allerdings nur gut durchgebratenes Fleisch verzehren.

Der Mensch gelangt zum Rinder- und Schweinebandwurm ebenso, wie bei Trichinen durch rohes Fleisch. Die Larven wachsen dann im Darm heran und verbreiten sich wie oben beschrieben.

Bei Tieren erfolgt die Infektion mit den Echinokokkosen direkt über andere Hunde oder sogar bei einem direkten Kontakt mit einem Fuchs. Sie können auch bei ungewaschenen Waldfrüchten übertragen werden, die im Wald wachsen.

Wie wirkt ein Wurmmittel

Bei den Wurmmitteln gibt es verschiedene Wirkweisen, wie sie die Würmer unschädlich machen. Wirkstoffe wie Anthelminthika sind anti-parasitär und funktionieren ähnlich Antibiotika und fallen wie diese zu den Chemotherapeutika. Das klingt erschreckend, ist aber eine rein akademische Einteilung und sagt nichts über die Schwere der Krankheit aus.

Ein Teil der Wirkstoffe zerstören den Stoffwechsel der Würmer. Sie können dann keinen Zucker mehr aufnehmen und die Fortpflanzung ist ebenso unterbrochen. Diese Mittel gehören zur Gruppe der Mebendazolen, der Albendazolen und Benzimidazolen. Zusätzlich zum fehlenden Zucker stauen sich die Nebenprodukte und vergiften die Würmer von innen, da diese Nebenprodukte nicht mehr abgeführt werden. Ein anderer Teil der Gegenmittel wie das Pyrantel stoppt die Übertragung der Nervensignale und lähmt die Würmer. Andere Mittel wie Praziquantel stimulieren das Nervensystem und führen bei den Würmern zu Krämpfen und Lähmungen. Auf beide Arten wird der Wurm bewegungsunfähig und dann ausgeschieden.

Welches Wurmmittel ist bei Menschen wirksam

Die Würmer können Sie auf verschiedene Arten los werden. Es gibt kostenlose Hausmittel, die ganz ohne Rezept auskommen. Der Behandlungserfolg ist aber vage und es ist dennoch der Besuch beim Hausarzt zu empfehlen.
Zu diesen Hausmitteln und für den Behandlungserfolg auch mit Medikamenten steht die Hygiene an erster Stelle. Eine Auflistung der Hygienemaßnahmen gibt Ihnen einen Überblick:

  • Bettwäsche während der Behandlunszeit täglich wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen
  • Fingernägel schneiden, da sich beim Kratzen die Parasiten unter die Fingernägel tummeln und verbreitet werden
  • Regelmäßig und Intensiv die Hände waschen
  • Obst und Gemüse vor dem Verzehr immer waschen

Neben den Hygienemaßnahmen empfiehlt sich auch, Knoblauch in rauhen Mengen zu verzehren. Diesen gibt es auch alternativ in Kapselform. Sie können auch Abführmittel zu sich nehmen und damit die Würmer aus dem Darm spülen. Wer das nicht möchte, sollte auf Medikamente zugreifen.

Bei den Medikamenten verschreibt der Arzt meist Helmex, ohne Rezept können Sie sich auch Molevac besorgen. Meistens bedarf es nicht mehr als 2 oder 3 Tabletten, die Sie im Abstand von 2 bis 3 Wochen zu sich nehmen. Danach sind Sie die Würmer wieder los.

Welches Wurmmittel ist beim Hund oder einer Katze zu empfehlen?

Für Haustiere gibt es spezielle Substanzen mit Praziquantel. Diese ist verschreibunspflichtig und geht rabiat gegen die Schädlinge vor.

Wurmmittel für den Hund

Hunde können mit Milbemax einmalig behandelt werden. Mit Bihelmint, Caniquantel oder Aniprazol dauert die Behandlung drei Tage in Folge, die das Mittel verabreicht werden sollte. Neben Tabletten gibt es Gegenmittel mittlerweile auch als auf die Haut auftragbare Substanz, die dann in den Körper selbst einwirkt.

Mittel gegen Würmer bei Katzen

Für Katzen empfiehlt sich Anibio Wurmalin als rein pflanzliches Wurmmittel oder das flüssige AniFort als Naturprodukt.

Was tun bei erstem Wurmbefall?

Sollten Sie Wurmbefall bei sich, Ihren Kindern oder Haustieren feststellen, bleiben Sie ruhig. Das passiert häufig bei vielen Menschen, teilweise sogar mehrmals. Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen und Tipps, mit welchen Wurmmittel Sie am meisten Erfolg hatten oder wenn Sie Fragen haben, können Sie den Beitrag ebenfalls gerne kommentieren!